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Helmut Haller

Das Leben unseres Namensgebers

 

                  

Helmut Haller spielte von 1958 bis 1970 in der Deutschen Fußballnationalmannschaft und erzielte in 33 Länderspielen 13 Treffer.

Als einer der ersten deutschen Fußballer ging Haller nach Italien und wurde dort mit dem AC Bologna 1964 italienischer Meister. Später wechselte er zu Juventus Turin und errang 1972 und 1973 ebenfalls die italienische Meisterschaft.

Haller nahm an drei Fußball- Weltmeisterschaften teil: 1962 in Chile, 1966 in England und 1970 in Mexiko.  Sein größter Erfolg war der zweite Platz bei der WM in England, als England im Finale durch das Wembley- Tor 4:2 gegen Deutschland gewann. Haller hatte die deutsche Mannschaft im Endspiel mit 1:0 in Führung  geschossen.

1979 beendete Helmut Haller bei seinem Heimatverein FC Augsburg seine Laufbahn als Fußballspieler.

 

Nach Ende seiner Karriere arbeitet er als Trainer, war Vizepräsident beim FC Augsburg, stieg als Repräsentant bei einem Augsburger Vereinsausstatter ein und öffnete dem Zusmarshauser Unternehmen Sortimo (Fahrzeugeinrichtungen) in Italien viele Türen. Zudem konzentrierte sich der Sportler im Geschäftsleben auf das Führen einer ihm gehörenden Modeboutique in der Fuggerstadt.

Auch gesundheitlich musste der einst bekannteste Augsburger Gastarbeiter Rückschläge einstecken. Nach einer erfolgreich verlaufenen Hüftoperation spielte er sogar mit über 60 nochmals mit Freunden Fußball, doch an Sport war später nicht mehr zu denken. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2006 erlitt er einen schweren Herzinfarkt, der ihm bis zu seinem Tod zu schaffen machte. Er starb am 11. Oktober 2012 an den Folgen  einer Lungenentzündung im Kreise seiner Familie.

In Erinnerung an Haller spielte die deutsche Fußballnationalmannschaft am 12. Oktober 2012 in Dublin im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014 gegen die Auswahl Irlands mit Trauerflor. Am 16. Oktober 2012 gab es ihm zu Ehren eine Gedenkminute vor dem Spiel Deutschland-Schweden im Berliner Olympiastadion.

Nachdem er in der Kirche St. Peter und Paul in seinem Heimatviertel Oberhausen aufgebahrt worden war, wurde er am 18. Oktober 2012 auf dem Augsburger Nordfriedhof beigesetzt. Unter den rund 1000 Trauernden befanden sich die Nationalmannschaftskollegen Franz Beckenbauer, Uwe Seeler, Hans Tilkowski und Sepp Maier sowie die fast komplette Augsburger Meistermannschaft von 1973/74. DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verlas unter anderem eine Kondolenzbotschaft des UEFA-Präsidenten und mehrfachen Europäischen Fußballers des Jahres Michel Platini, der Haller eine „Legende“ nannte. Die italienischen Vereine Juventus Turin und FC Bologna entsandten Delegationen. Der Sprecher des FC Bologna, Carlo Caliceti stellte fest: „Er war der größte Spieler, den wir je gehabt haben.“

Quelle: Wikipedia